Zum Inhalt springenZur Suche springen

Geförderte Projekte 2020-II


Juristische Fakultät

Inverted Classrooms zur Vorbereitung auf das universitäre Schwerpunktbereichsexamen (Prof. Dr. Charlotte Kreuter-Kirchhof)

Die Methodik der Fallbearbeitung ist grundlegend für den Erfolg juristischer Klausuren. Sie wird jedoch nach ihrem Erlernen in den ersten Semestern selten bewusst wiederholt, sondern als bekannt vorausgesetzt. Im Europarecht treten teilweise sehr spezifische Probleme auf, die spezielle Lösungen erfordern. Es besteht erhöhter Bedarf an Übungen „am konkreten Fall.“

Im Rahmen des Schwerpunktbereichsstudiums schreiben die Studierenden eine Abschlussklausur zu Fragen des nationalen und europäischen öffentlichen Rechts. Ihre Bewertung fließt zu 40% in die Benotung des universitären Teils des ersten juristischen Staatsexamens ein. Im Examen hat keine andere schriftliche Prüfungsleistung größeres Gewicht. Gleichzeitig ist diese Klausur für die Studierenden die erste Klausur mit fünfstündiger Bearbeitungszeit unter Examensbedingungen.

Aus diesen besonderen Rahmenbedingungen folgt ein erhöhter Bedarf an Klausurvorbereitung. Dieser Wunsch wird auch von Studierenden vermehrt geäußert.

Rund zwei Wochen vor der Vorlesungsstunde erhalten die Studierenden auf digitalem Weg einen Fall, den sie selbstständig bearbeiten. Zu Beginn des Semesters werden sie dabei kleinschrittig mithilfe von ILIAS-Übungen und Tests „geführt.“ Im Laufe des Semesters mit zunehmendem Kenntnisstand reduzieren sich diese Hilfen auf grobe Leitfragen, bis die Studierenden ohne Hilfestellungen eine Falllösung erarbeiten (Probeklausur). Die Dozentin wertet mit Unterstützung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Antworten der Studierenden aus und gewinnt so Einblicke in den konkreten Kenntnisstand der Studierenden.

Dieses Vorgehen erlaubt es, in der Vorlesungsstunde den Fokus von der Vermittlung von Wissen auf die Vertiefung und Vernetzung des vorhandenen Wissens zu legen. Da sich die Studierenden bereits im Vorfeld mit den Problemen des Falls auseinandergesetzt haben, ist auch eine Diskussion möglich.

Die Vorlesungsstunde kann in Präsenz, als hybrides Modell oder vollständig virtuell durchgeführt werden.

Der erste Einsatz eines vergleichbaren Modells des „inverted classrooms“ im Sommersemester 2020 zeigte eine hohe Teilnehmerzahl von 80 % der Studierenden. Das Konzept wurde durch die Studierenden überaus positiv evaluiert.


Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

Erstsemester-Studierende digital für Statistik begeistern (Univ.-Prof. Dr. Ute J. Bayen / Dr. Marie Luisa Schaper)

Quantitative Methoden I und II sind Pflichtmodule im ersten Studienjahr des BSc-Studiengangs Psychologie, in denen Grundlagen der deskriptiven und Inferenzstatistik gelehrt werden. Eine positive Motivation der Studierenden ist für den Lernerfolg besonders wichtig. Die Umstände der Pandemie möchten wir als positiven Anreiz nutzen, um Quantitative Methoden digital durchführen. Unser Konzept hat zum Ziel, langfristig die Lehre in Quantitative Methoden I und II durch die hier vorgeschlagenen eLearning-Konzepte zu unterstützen und zu erweitern. Dabei möchten wir nicht nur die Ziele des Erwerbs von Fachwissen und -kompetenzen befördern, sondern auch die Motivation und das Interesse der Studierenden durch interaktive Arbeit befördern. Dies soll zur Retention dieser Studierendengruppe beitragen. Zudem sollen durch die erreichte Flexibilisierung des Moduls auch benachteiligte Studierende zum Weiterstudium motiviert werden.

Das Projekt besteht aus drei Elementen:

1. Asynchrone Vorlesung zur Wissensvermittlung (Folienpräsentation mit Voiceovers, einem bewährten Lehrbuch folgend). In den 7 Lerneinheiten (z.B. "Grundlagen des Hypothesentestens") werden die Konzepte erklärt und mit Hilfe von Animationen und Pointer visualisiert. Es werden Beispiele vorgerechnet und das Gelernte zusammengefasst. Ergänzt werden diese Lerneinheiten durch Videoclips, die Exkurse zu übergreifenden methodischen/wissenschaftlichen Themen enthalten (z.B. "Warum brauchen wir Statistik in der Psychologie?"), die die Motivation der Studierenden fördern sollen.

2. Erweiterte Materialiensammlung zum Selbststudium: Übungsaufgaben mit Musterlösungen, Fragen-Forum und Quizze auf Ilias.

3. Tutoriumsgruppen: wöchentliche Videokonferenz mit interaktiver Lösung von Übungsaufgaben, Umfragen und Simulationen (z.B. zum zentralen Grenzwertsatz).

Auch in folgenden Semestern werden wir die Elemente der digitalen Veranstaltung mit Präsenzlehreinheiten kombinieren und weiter aufbauen. Dadurch ermöglichen wir einen örtlich und zeitlich flexiblen Erwerb von statistischen Kompetenzen mit reichlich Wiederholungsmöglichkeiten. Das Konzept wird somit längerfristig besonders nützlich sein für Studierende, die später als ausgebildete Psycholog*innen besonders gebraucht werden, jedoch mit weniger günstigen Voraussetzungen an die HHU kommen (z.B. Nichtmuttersprachler*innen einschließlich solcher mit Fluchterfahrung, Studierende mit Familienpflichten, Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung).


Medizinische Fakultät

Unirad - die interaktive Lernplattform für Studierende im Fach Radiologie (Lena Jytte Cordes)

Mit der interaktiven Lehr- und Lernplattform „Unirad“ bietet die Deutsche Röntgengesellschaft den „[…] Studierenden die Möglichkeit, jederzeit und ortsunabhängig vollständige DICOM-Datensätze wie an einer „echten“ radiologischen PACS-Workstation zu bearbeiten […]. Gearbeitet wird wie in der Berufspraxis: selbstständig und fallbasiert.“ Die Lernplattform beinhaltet didaktisch aufbereitete „[…] Fallsammlungen [z. B.] aus den Bereichen Thorax, Abdomen, Muskuloskelettal- und Neuroradiologie in jeweils einem Basis- und einen Fortgeschrittenenkurs. Der Lernerfolg wird mittels multiple-choice Fragen als optimale Klausur- und Examensvorbereitung getestet. Es werden zudem Erklärungen zu jeder richtigen und falschen Antwort bereitgestellt und am Ende jedes Fallbeispiels wird eine kurze Wiederholungseinheit mit den wichtigsten Lernzielen angefügt.

„Die technischen Voraussetzungen für die Nutzung des Systems sind ebenfalls überschaubar. Neben einem aktuellen Webbrowser ist lediglich eine Breitbandinternetverbindung […] erforderlich. Auch die Sicherheit wird durch „[…] verschlüsselte https- und websocket-Protokolle“ sichergestellt.

 

Wir durften bereits das Unirad-Angebot im Sommersemester 2020 im Modul KDHDT (3. Studienjahr) nutzen – so konnte den Studierenden trotz geschlossener Hörsäle die Möglichkeit geboten werden, nach einer vorbereitenden Vorlesung mit Vermittlung des Basiswissens, selbstständig anonymisierte Fallbeispiele zu bearbeiten, in dem sie ihre eigene Workstation an ihrem eigenen Schreibtisch aufbauen konnten. Sie konnten in ihrem eigenen Tempo, an ihrem Ort der Wahl das Gelernte wiederholen, vertiefen und praxisnah umsetzen. In einem sich anschließenden digitalen Seminar konnten dann Fragen geklärt werden.

Wir wollen nun das allgemeine, deutschlandweit gleiche, interaktive Angebot der Unirad-Lernplattform auf das radiologische Lehrangebot und unsere Studierenden der HHU perfekt zuschneiden. Die Lernplattform bietet die Möglichkeit Vorlesungen sowie interaktive, praxisnahe Fallbeispiele für jedes Semester und für jeden radiologischen Fachbereich für die Studierenden der eigenen Universität nach dem eigenen didaktischen Konzept bereitzustellen. Die Lernplattform kann des Weiteren auch via einen Link mit Ilias verknüpft werden.

Wir glauben, dass wir den Studierenden auf diese Weise die Radiologie spannend, praxisbasiert und auf Grundlage der eigenen didaktischen Konzepte näherbringen können und das auch in Anbetracht der Herausforderungen im digitalen Zeitalter.

 

Quelle: Unirad-Fact-Sheet (DRG 2020) www.drg.de/de-DE/6025/unirad-digitales-lehrangebot/

Online-Training für Schmerzdiagnostik und Therapiemanagement in der Zahnerhaltung (Prof. Dr. Michelle Ommerborn)

Auch im fortgeschrittenen Abschnitt des Zahnmedizinstudiums fühlen sich viele Studierende bei der Diagnosestellung und Therapie von vorstellig werdenden Patienten mit akuter Schmerzsymptomatik oft noch unsicher. Die bis dahin alleinige Vorstellung von Patientenfällen im Rahmen von Vorlesungen erscheint nicht ausreichend, um dieses Wissen in klinischen Behandlungssituationen ab dem ersten Patienten präsent zu haben, präzise Diagnosen stellen zu können und schnell die geeignete Therapie einzuleiten. So bestehen bei den Studierenden in den klinischen Semestern mit dem ersten Patientenkontakt oft große Hemmungen, beispielsweise Zähne mit tiefen kariösen Defekten zu behandeln, da diese häufig mit einer Wurzelkanalbehandlung therapiert werden müssen.

Ein neues eLearning-Tool in Form eines Quiz mit ergänzenden Lehrvideos soll zusätzlich zu den bereits bestehenden Veranstaltungen angeboten werden, um die Studierenden dabei zu unterstützen, ihre Kenntnisse im Bereich der zahnmedizinischen Schmerzdiagnostik und Therapie zu überprüfen und ggf. zu vertiefen. Durch die Bereitstellung von Lehrvideos können sich die Studierenden eine Vielzahl theoretisch vermittelten Wissens in praktischer Umsetzung anschauen und sich so das Vorgehen für ihre eigene Behandlung leichter visualisieren. Dies soll unter anderem zu einer Verbesserung der Leistungsqualität der Studierenden bei der Patientenversorgung beitragen.

Insbesondere in Anbetracht der derzeitigen SARS-COVID-19 Situation, wodurch die Patientenbehandlung in den Studierendenkursen stark eingeschränkt werden musste, kann das Ergänzen von Vorlesungen und klinischen Kursen durch Lehrvideos und klinische Fallpräsentationen eine flexible und zeitunabhängige Bereicherung darstellen. Das derzeit nur eingeschränkte Angebot zum Erlernen und Trainieren klinischer Fertigkeiten in der Akutversorgung zahnärztlicher Patienten, wie beispielsweise dem Erheben der Schmerzanamnese, der Befundung und Einschätzung von Untersuchungsergebnissen bei Patienten mit akuten Schmerzen sowie der anschließenden Behandlung infolge der SARS-COVID-19-Pandemie kann durch das eLearning-Modul zumindest in Teilen kompensiert werden. Auch im Hinblick auf die Vorbereitung für die mündliche Examensprüfung könnte sich dieses Modul ferner für die Studierenden zur Wissensüberprüfung als nützlich erweisen.

Umgang mit Todeswünschen - Wahlfach (Dr. Martin Neukirchen / Manuela Schallenburger)

Die Inhalte des Pflichtfachs Palliativmedizin setzen sich aus Grundlagen, Symptomkontrolle, Kommunikation und psychosozialen und ethischen Aspekten zusammen. In den Präsenzveranstaltungen kommt es immer wieder vor, dass Student*innendie Frage stellen, wie sie mit von Patient*innen geäußerten Todeswünschen umgehen sollen. Todeswunsch wird als "Reaktion auf ein Leiden im Kontext einer lebensbedrohlichen Erkrankung, bei der der Patient keinen anderen Ausweg sieht als ein beschleunigtes Sterben" (S3 Leitlinie Palliativmedizin) definiert. Die Äußerung eines Todeswunsches kann durch Patient*innen auf unterschiedliche Weise getätigt werden. Manche sprechen ihn deutlich aus, andere machen Andeutungen und wieder andere trauen sich nicht, diese Gedanken auszusprechen. Verschiedene Faktoren können diesen Wunsch beeinflussen, auslösen und verstärken, aber auch mindern. Das Verstehen dieser Komplexität kann zukünftige Ärzt*innen im Umgang mit Patient*innen, die den Wunsch nach einem beschleunigten Versterben äußern bzw. sich mit ihm auseinandersetzen, unterstützen. Um der Komplexität des Themas gerecht zu werden, soll ein eigenes Wahlfach zum Thema "Umgang mit Todeswünschen" entwickelt werden. Für eine Auseinandersetzung mit diesem sensiblen Thema hat sich in der palliativmedizinischen Lehre der Einsatz von zusätzlichem eLearning bewährt. Es soll den Student*innen die Möglichkeit geben, sich effektiv vor- und nachzubereiten und sich in einem eigenen Tempo mit dem Thema auseinanderzusetzen. Das eLearning soll thematisch den Lehrinhalten der Präsenzveranstaltungen angepasst werden. Genutzt werden sollen lernfördernde Elemente wie emotionale Aktivierung, Erfolgserleben und kurzfristige Anwendungswiederholungen. Mit Videosequenzen sollen Probleme und mögliche Best-Practice-Beispiele dargestellt werden. Nach weiterem Input und selbstständiger Arbeit der Studierenden, kann eine Nachbereitung und Vertiefung ermöglicht werden. Reflexionsfragen sollen die Student*innen in der Entwicklung einer eigenen Haltung unterstützen. Lernziel des Wahlfachs ist es, das Thema kennen- und besser verstehen zu lernen. Durch gelerntes Wissen und dem Trainieren von Fertigkeiten können die Student*innen Sicherheit im Umgang mit Todeswünschen erfahren. Eigenes Handeln und Haltungen sollen reflektiert werden, um für die Zukunft zu lernen.


Philosophische Fakultät

Teildigitalisierung Basismodul Italienische Literaturwissenschaft (Dr. Sieglinde Borvitz)
Blended Learning im Basismodul Literaturwissenschaft Spanisch (PD Dr. Vera Elisabeth Gerling)

Im Wintersemester wird jeweils für die Erstsemester im BA-Studiengang Romanistik das Basismodul Literaturwissenschaft Spanisch angeboten, bestehend aus einer Überblicksvorlesung zur Spanischen Literatur- und Kulturgeschichte und der Einführung in die spanische Literaturwissenschaft. Das komplette Modul wird seit mehreren Jahren von PD Dr. Vera Elisabeth Gerling gelehrt. Es schließt mit einer online-Prüfung (single und multiple choice) auf der Plattform ILIAS ab. Die jetzige Maßnahme soll dazu dienen, sämtliche Inhalte der Lehrveranstaltung parallel auf online-Lernformate umzustellen. Zum einen soll damit angesichts der Corona-Pandemie und der daher wahrscheinlich größtenteils auch im Wintersemester online stattfindenden Lehre auf die Herausforderung reagiert werden, Erstsemester mit dem nötigen Grundlagenwissen auszustatten. Daher sollen die Unterrichtsmaterialien auf der ILIAS-Plattform so aufbereitet werden, dass ein komplettes Selbststudium möglich ist. Zugleich sollen die so erarbeiteten Materialien auch über die Zeit der Pandemie hinaus zur Verfügung stehen, um auch in Zukunft parallel zur Präsenzlehre das selbstständige Lernen unterstützend einzusetzen.

Im ILIAS-Kurs werden zur Verfügung gestellt:
- Generelle Informationen zum Kurs
- Programm des gesamten Moduls
- Reader
- Handreichung zur online-Lehre
- Forum für die Beantwortung allgemeiner Fragen
- 12 Lernmodule

Die Lernmodule enthalten jeweils:
- Eine inhaltliche Einführung
- Die Folien aus der Vorlesung zur Literatur- und Kulturgeschichte als pdf
- Die Folien aus der Einführung (Methoden und Theorien) als pdf und als Screencast
- Ein Textdokument zur Ergebnissicherung
- Testfragen zur Selbstüberprüfung und zur Einübung des Prüfungsverfahrens

Empirische Methoden für die Sprachwissenschaft: Datenerhebung, -aufbereitung und -analyse (Jun.-Prof. Dr. Stefan Hartmann / Alexander Willich)

In allen Bereichen der Sprachwissenschaft haben empirische Methoden und die statistische Auswertung von Sprachdaten in den vergangenen Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen. Für das Verständnis aktueller Forschungsliteratur und die Einordnung empirischer Forschungsergebnisse sind dabei methodische Grundkenntnisse wie auch Basiswissen im Bereich der Statistik unabdingbar.

In diesem Projekt wird eine Reihe interaktiver Tutorials erarbeitet, mit denen Studierende anhand exemplarischer Fragestellungen aus der germanistischen Sprachwissenschaft an Methoden der Datenerhebung und -auswertung herangeführt werden. Als Materialbasis werden insbesondere sprachliche Zweifelsfälle als Ausgangspunkt für Analysen gewählt - etwa: Lautet der Plural von Wagen nun die Wagen oder die Wägen? Anhand solcher Beispiele lernen die Studierenden, wie man in strukturierten Sammlungen authentischer Sprachdaten, sogenannten Korpora, Daten zur Beantwortung linguistischer Forschungsfragen erheben kann und wie man sie in Tabellenkalkulationsprogrammen wie Microsoft Excel und LibreOffice Calc aufbereitet und auswertet. Zudem wird in einem weiteren Tutorial Basiswissen im Bereich der Statistik vermittelt.

Die geplanten Tutorials sollen als Ergänzung zur Präsenzlehre dienen, indem sie begleitend zur Lehrveranstaltung die vertiefte Auseinandersetzung mit Methoden der sprachwissenschaftlichen Datenerhebung, -aufbereitung und -analyse ermöglichen. Zugleich können sie aber auch unabhängig von einzelnen Seminaren zum Selbststudium eingesetzt werden, beispielsweise bei der Erstellung von Seminar- und Abschlussarbeiten oder auch Dissertationen. Die Inhalte sind dabei nicht nur für Studierende der germanistischen Sprachwissenschaft relevant, sondern können prinzipiell auch in anderen Disziplinen gewinnbringend eingesetzt werden.

Lehrvideoreihe und Lernraum "Deutsche Kolonialmythen" (PD Dr. Stefanie Michels)

In kurzen, an gängige Online-Formate angelehnten, niedrigschwelligen Videos setzt sich das Projekt „Kontroversen der deutschen Kolonialgeschichte“ für Studierende der Fächer Geschichte und Transkulturalität kritisch mit in der Öffentlichkeit etablierten Annahmen und Narrativen der Geschichte des deutschen Kolonialismus auseinander. An beispielhaft ausgewählten Fällen, etwa dem Diskurs, Europäer hätten Afrikaner mit Glasperlen abgespeist, dekonstruieren diese Videos implizite Vorannahmen, die eurozentrische Perspektive und fortbestehende koloniale Vorstellungswelten, etwa bezüglich des kolportierten Afrika-Bildes, die solchen überkommenen Wissensbeständen zugrunde liegen. Anhand von Quellen und der aktuellen globalhistorischen Forschung zeigen die Videos alternative Deutungen auf und ermöglichen einen Perspektivwechsel. Hierbei wird explizit über Handbuchwissen hinausgegangen und auf den neuesten internationalen Forschungsstand hingewiesen. Ihren Einsatz finden diese Videos als Diskussionsgrundlage. Hierbei sind verschiedene didaktische Szenarien denkbar. So können die Videos als Einführung genutzt oder aber eingesetzt werden, um Studierende mit ihren eigenen Annahmen zu konfrontieren. Auch ein Einsatz über die Universität hinaus, etwa durch Verbreitung über Social Media, ist denkbar. Durch die Verbindung von Lehrvideo und Diskussion erwerben Studierende grundlegende methodische Kompetenzen der Geschichtswissenschaft (Quellenkritik, Infragestellung etablierter historischer Narrative). Sie beginnen einen globalhistorischen Perspektivwechsel, indem sie den Eurozentrismus des Archivs und dessen Weiterschreibung in kolonialhistorischen Narrativen identifizieren. Darüber hinaus schärft es ihre Urteilskraft als politisch denkende und handelnde Personen in aktuellen öffentlichen Debatten, die gerade beim Thema deutscher Kolonialismus häufig unterkomplex bleiben. Begleitet werden die Videos durch in einem digitalen Reader bereitgestellte wissenschaftliche Texte sowie historisches Quellenmaterial. Auf diese Weise wird Transparenz hergestellt. Studierende können die Inhalte der Lehrvideos anhand des genutzten Materials selbst nachvollziehen, in Referaten und Hausarbeiten weiterentwickeln oder auch ihrerseits kritisieren.

Wissenschaftliches Arbeiten in der Kunstgeschichte - von A wie Architekturbeschreibung bis Z wie Zitiervorschriften (Dr. Gina Möller)

Im eLearning Projekt Wissenschaftliches Arbeiten in der Kunstgeschichte - von A wie Architekturbeschreibung bis Z wie Zitiervorschriften werden in Form eines Baukastenprinzips leicht erweiter- und aktualisierbare Online-Lerneinheiten nach zeitgemäßen Standards rund um das Thema des wissenschaftlichen Arbeitens erstellt, die ganz oder teilweise in unterschiedlichste digitale wie analoge Lehr-Lern-Formate des Basisstudiums eingebunden werden. Darüber hinaus kann das Angebot von erfahreneren Studierenden als Wiederholungshilfe, Selbstlerntool und Nachschlagewerk genutzt werden. Die Grundlage bilden bereits verfügbare, im Fachkollegium gemeinsam erarbeitete analoge Lernmaterialien, die es im Zuge der digitalen Aufbereitung nicht nur zu übertragen, sondern zu aktualisieren, auszubauen und diversitätsgerecht zu überarbeiten gilt. Die Studierenden sollen gleich zu Beginn ihres Studiums motiviert werden, sich intensiv mit den allgemein gültigen und fachspezifischen Standards des wissenschaftlichen Arbeitens auseinanderzusetzen und ihr in der Studieneingangsphase erworbenes Wissen mittels eines geeigneten Tools fortlaufend aufzufrischen und auf Dauer zu festigen.
Die zuständigen Dozierenden sollen bei der Veranstaltungsplanung und Betreuung durch den Rückgriff auf qualitativ hochwertige, flexibel einsetzbare Lehr-Lern-Materialien zur wissenschaftlichen Praxis mit fachspezifischem Fokus unterstützt werden. So können sie ihre Lehre auf der Grundlage des eLearning-Angebots stärker anwendungs- und diskursori-entiert gestalten. Ferner wird durch die breite Nutzung des Angebots durch die Dozierenden den Studierenden die Relevanz des wissenschaftlichen Arbeitens in unterschiedlichen Seminarformaten vor Augen geführt.

E-Tutorial-Plattform: Digitale Produkte und Peer Review (Dr. Witold Mucha)

Die Erfahrungen des Corona-Semesters im Sommer 2020 haben gezeigt, dass studentischer Bedarf an Handreichungen für die Erstellung digitaler wissenschaftlicher Outputs besteht. Vor diesem Hintergrund handelt es sich bei dem Projekt um den Aufbau einer sog. E-Tutorial Plattform, die Studierende bei der Erstellung von digitalen Produkten anleitet. Die Inhalte werden von Studierenden für ihre Kommiliton*innen produziert. Diese sind fachübergreifend nutzbar, da vor allem didaktische und technische Kenntnisse vermittelt werden. Die Website verfolgt insbesondere zwei Ziele. Zum einen dient sie der Anleitung zur Erstellung digitaler Produkte (wie beispielsweise Erklärvideos, Podcasts oder Präsentationen). Zum anderen fungiert die Webseite als Hilfestellung beim Erstellen von studentischen peer reviews (inkl. best-practice Beispielen). Anhand vorab definierter Qualitätskriterien erlernen Studierende derart wissenschaftliche Produkte zu begutachten, zu bewerten und konstruktives Feedback zu kommunizieren. Die Idee besteht darin, Studierende stärker in den Wissensproduktionsprozess einzubinden und diesen auf neue, digitale Art und Weise zu gestalten. Die Website beantwortet eine Vielzahl von Fragen, die während dieses Prozesses bei Studierenden auftreten können (u.a. welche Software brauche ich und ist diese frei verfügbar? Wie schreibe ich das richtige Konzept? Was muss ich bei CC-Lizenzen beachten?). Die Website soll im Idealfall als Inspiration und Hilfe dienen, eigenständig neue kreative digitale Outputs zu erstellen. Alle produzierten Inhalte sollen als Open Educational Resources (OER) auf der Projekt-Website verfügbar gemacht werden und andere Studierende motivieren, ihre Inhalte als OER einzustellen. Nicht zuletzt bezieht sich dies auch auf interessierte Dozierende. Im Hinblick auf interdisziplinäre spillover-Effekte wird die Website wird derart gestaltet, dass die Handreichungen zur Erstellung von digitalen Outputs sowie von studentischen peer reviews unabhängig der jeweiligen Fachrichtung nutzbar sind.

Theatres of Translation: Transfer or (re-)creative practice? (Dr. Eva Ulrike Pirker)

„Theatres of translation: Transfer or (re-)creative practice?“ ist ein Seminarangebot im interdisziplinären und praxisorientierten Masterstudiengang Literaturübersetzen, das auch anderen Studierenden der Philosophischen Fakultät offen steht. Im Rahmen des Seminars werden Verbindungen und Analogien zwischen theatralen Umsetzungen und Übersetzungsprozessen untersucht. Ausgehend von einem Verständnis des (literarischen) Übersetzens als performativer Praxis wird zunächst in eine größere Bandbreite historischer und gegenwärtiger Texte und Gattungen eingeführt, die Übersetzenden eine Bühne bieten. Darauf aufbauend werden dann insbesondere Übersetzungspraxen in Bühnenkontexten genauer untersucht.
Das Projekt erstreckt sich über insgesamt zwei Semester. Studierende ‚übersetzen‘ bereits im Wintersemester 2020 im Rahmen einer Einführungsveranstaltung theoretisch-methodische Ansätze in Formate des Wissenschaftstransfers. In interaktiven Austauschprozessen werden in Zweierteams Podcasts erstellt, die übersetzungstheoretische Fragestellungen anhand konkreter translatorischer Beispiele zugänglich machen. Die Ergebnisse werden auf den HHU-Lehr- und Lernplattformen, ggf. auch über die Studiengangswebsite bzw. im Hochschulradio veröffentlicht.
Im Sommersemester 2021 werden translatorische Ansätze im Dialog mit Akteur*innen rund um die Bühne erforscht. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Festival Theater der Welt werden ausgewählte Bühnenproduktionen begleitet. Von Übertitelungsprozessen bis hin zu dramaturgischen Entscheidungen, von der linguistischen bis hin zur kulturellen Übersetzung erschließen sich für die Studierenden des Masterstudiengangs und der Fakultät zahlreiche (berufspraktische und kreative) Anwendungsfelder.
Im Sommersemester 2021 erstellen die Studierenden des Seminars (erneut) Podcasts, in denen sie Auszüge aus Interviews mit Gastvortragenden und mit an Theaterproduktionen beteiligten Akteur*innen präsentieren, sowie andere prä- und postproduktive Reflexionsformate anbieten. Über blended-learning und eLearning Formate erschließen sich Studierende neue Arbeitstechniken und Kollaborationsmöglichkeiten. Das Projekt möchte somit einen (re-)kreativen Interaktionsraum schaffen, der Horizonterweiterungen jenseits der Textfokussierung des Studiengangs und den Ausbau intellektueller, sozialer und berufspraktischer Kompetenzen bietet.

Digitale Kunstvermittlung im Inverted Classroom (Christine Stender / Theresa Stärk)

Personell angesiedelt ist das Projekt „Digitale Kunstvermittlung im Inverted Classroom“ am Masterstudiengang Kunstvermittlung und Kulturmanagement (MA KuK) des Instituts für Kunstgeschichte der Philosophischen Fakultät und wird unterstützt durch eine SHK-Stelle im Umfang von 8 Stunden / Woche. Im Rahmen des Projektes wird die Lehrveranstaltung „Methoden der digitalen Kunstvermittlung“ im Wintersemester 2020/21 umgesetzt.

Digitalität wird am Institut für Kunstgeschichte zwar schon durch zahlreiche eLearning- Maßnahmen angeschnitten, als fachliches Thema kommt es nun aber neu hinzu. Deshalb hat die Lehrveranstaltung nicht nur Digitalität zum Thema, sondern wird auch entsprechend digital aufbereitet. Dies begründet die Abkehr von der initialen, im Antrag geschilderten Überlegung des Alternierens zwischen Präsenz- und Onlineveranstaltungen, hin zur vollkommen digitalen Umsetzung. Mit der Erstellung von Articulate Rise Kursen als flexible Bestandteile des selbstgesteuerten Lernprozesses werden neue Zugangswege zum selbstständigen Arbeiten eröffnet, um drei grundlegende Lernziele zu erreichen:

- Studierende kennen Theorien und praktische Beispiele der digitalen Kunstvermittlung und können diese analysieren.

- Studierende können unterschiedliche Typen, Methoden und Formen digitaler Kunstvermittlung klassifizieren und ihre Einschätzung analytisch begründen.

- Die Studierenden kennen die aktuelle Forschungslage zur digitalen Kunstvermittlung im deutschsprachigen Raum und können offene Forschungsfragen definieren, da der Forschungsdiskurs wiederum digital stattfindet.

Die Studierenden werden zur fortlaufenden Reflexion der Inhalte eigene Padlets anlegen, in denen sie Praxisbeispiele vorstellen und kritisch beleuchten. Die fachlich-digitale Fähigkeit, Inhalte kreativ, visuell ansprechend und verständlich aufzubereiten, kann nicht nur auf das weitere Studium transferiert werden, sondern ist auch in der praktischen digitalen Kunstvermittlung im Berufsfeld gefordert. Der Diskurs zu zeitaktuellen Entwicklungen in der Praxis, welche noch kaum wissenschaftlich eingeordnet sind, steigert die Reflexionsfähigkeit der Studierenden hstl. möglicher Forschungspotenziale und schult den sicheren Umgang mit digitalen Quellen. Für die Umsetzung der eLearning-Maßnahmen wurde im Rahmen der Förderung eine Articulate Rise angeschafft, die durch die Hilfskraft sowohl für die Aufbereitung von Wissensinputs als auch für Wissensabfragen mit Gamificationanteilen genutzt wird.   

Das ELFF-Projekt und damit die Lehrveranstaltung ergänzen das vom Stifterverband geförderte Projekt „ART4.0“, im Rahmen dessen die konzeptuelle Weiterentwicklung der Masterstudiengänge des Instituts für Kunstgeschichte hinsichtlich Digitalisierung und Digitalität vorangetrieben wird. 

Förderung der mündlichen Sprachkompetenzen in der digitalen Fremdsprachenlehre (Französisch und Italienisch) (Cinzia Tanzella / Lénaïck Bidan)

Studierende der BA Romanistik, Linguistik (integrativ) und Transkulturalität haben die Möglichkeit, Französisch und Italienisch als neue Sprachen am Institut für Romanistik zu lernen, oder ihre schon vorhandenen Sprachkenntnisse zu festigen und aufzubauen. Insbesondere in dieser Anfangsphase des Studiums sind eine intensive Betreuung und eine Aktivierung der Studierenden unentbehrlich, damit die Teilnehmer über eine solide Grundlage verfügen und ihr Sprachstudium mit Erfolg absolvieren.
Bei Einhaltung des 1,5-Meter-Abstands zwischen Studierenden wird Gruppenarbeit in Präsenzlehrveranstaltungen aktuell erheblich erschwert. Auch in digitalen Lehrveranstaltungen schrumpft der Kommunikationsanteil durch die technischen Zwänge. Das ist insofern problematisch, als dass das Trainieren aller Fertigkeiten (Lesen, Schreiben, Hören, Sprechen) wesentlich ist, um eine Sprache zu beherrschen.

Um dieses Problem zu beheben und die Qualität in den Sprachlehrveranstaltungen zu sichern, haben wir Online-Tutorien zur Förderung der mündlichen Kompetenzen in den Sprachen Französisch und Italienisch als Ergänzung zu den Sprachkursen ins Leben gerufen. In diesen als Lernraum auf ILIAS angesiedelten Online-Tutorien sollen die mündlichen Sprachkompetenzen (Hören und Sprechen) der Studierenden gefördert werden.
Geplant ist eine individualisierte Betreuung der Studierenden durch muttersprachliche Tutor*innen. Podcasts werden für individuelle Ausspracheübungen, Präsentationen und Probeprüfungen eingesetzt. Interaktionen werden per Videokonferenzen trainiert (Dialoge, Rollenspiele usw.). Studierende erhalten individualisierte Rückmeldungen durch Tutoren*innen- und Peer-Feedback.
Ergänzend dazu sollen Screencasts, Video- und Audiomaterialien mit passenden Lernmodulen und Übungen (Multiple Choice, Lückentextfrage, Zuordnungsfrage usw.) mit Selbstkorrektur erstellt werden. Diese Übungen stehen den Studierenden sowohl in der Vorlesungszeit als auch in der vorlesungsfreien Zeit auf der Plattform ILIAS nachhaltig zur Verfügung. Dies ermöglicht ein flexibles und selbstbestimmtes Lernen.
Durch diese Maßnahme wird eine Verbesserung der Sprachkompetenzen und der Ergebnisse in den mündlichen Prüfungen in der Sprachpraxis, aber auch in den wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen erzielt.

Analyse und Aufbereitung von Sprachdaten: ILIAS-Lernraum für Linguistische Methoden (Niklas Wiskandt)

In linguistischen Aufbauseminaren arbeiten Studierende selbstständig mit Fachliteratur und ihnen zuvor unbekannten Sprachdaten. Der souveräne Umgang damit setzt diverse methodische Fähigkeiten voraus. Um morphologische und syntaktische Fragestellungen bearbeiten zu können, müssen Studierende Morphemsegmentierungen durchführen, Morphembedeutungen identifizieren, Daten anhand bestehender Konventionen glossieren und sinnvolle Datensätze zusammenstellen. Bei der Arbeit mit Fachliteratur ist es zudem hilfreich, mögliche Fehler in Segmentierungen und Glossierungen zu erkennen.
Im Lehralltag zeigt sich allerdings, dass Studierende mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen in die Seminare kommen. Viele von ihnen bringen trotz Interesse am Seminarthema unzureichende methodische Kenntnisse mit, was den Lernerfolg in der Veranstaltung behindert.

Hier setzt das Projekt „ILIAS-Lernraum für linguistische Methoden“ an: Studierende können dort Methoden der Analyse und Aufbereitung von Sprachdaten erwerben, trainieren und wiederholen. In zehn aufeinander aufbauenden Lernsequenzen werden die oben genannten Techniken anhand von Videos, Erklärtexten und Beispielen vermittelt und in Tests erprobt. Weitere Übungen außerhalb der konsekutiven Sequenzen bieten sich für freiwilliges Zusatztraining an. Die Materialien werden von einem umfassenden Glossar begleitet.
Das Angebot kann lehrveranstaltungsunabhängig genutzt werden. Lehrende können das Absolvieren des Lernraums zur Voraussetzung für die Teilnahme an einer ihrer Lehrveranstaltung machen oder Lernsequenzen daraus in ihr Kurskonzept einbinden. Bestehen bei der Erstellung einer Abschlussarbeit methodische Schwierigkeiten, so kann der*die Betreuer*in empfehlen, Kompetenzen im Lernraum nachzubessern. Zuletzt sollte aber auch nicht unterschätzt werden, dass zahlreiche engagierte Studierende zusätzliche Übungsmöglichkeiten auch freiwillig wahrnehmen, wenn diese attraktiv gestaltet und gut beworben werden.

Das Projekt wendet sich an all diese Zielgruppen. Geplant wird das Angebot dabei primär für die Bachelorstudiengänge Linguistik und Romanistik. Perspektivisch ist eine Nutzung durch Studierende anderer Studiengänge jedoch denkbar und wünschenswert.


Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Interaktive Online-Lehre im Controlling/Accounting (Flexible Classroom) (Anne Rubens-Laarmann)

Die Erfahrungen aus dem Sommersemester 2020 zeigen, dass die Lehre im digitalen Raum gut funktioniert, aber die Erreichung der angestrebten Kompetenzen der Studierenden durch eine reine „1:1- Verlegung“ vom Hörsaal in den Online-Raum nicht gewährleistet ist.
Im Rahmen des Projekts sollen daher die Veranstaltungen des Lehrstuhls didaktisch überarbeitet und durch weitere Tools ergänzt werden. Ziel ist der Aufbau eines „Flexible Classroom“, in dem alle Lerneinheiten darauf hin überprüft werden, ob sie synchron oder asynchron (im Selbststudium) zu vermitteln sind, inwieweit weitere Selbstlernkontrollen (auch im Sinne einer Prüfungsvorbereitung) einzuführen sind, wie Praxisreferent*innen ideal in die Veranstaltung zu integrieren sind wie eine stärkere Interaktivität im Rahmen der synchronen Online-Veranstaltungen gefördert werden kann.
Überall wo es möglich ist, soll die digitale Lehre die aktive Mitarbeit der Studierenden fördern, was im vergangenen Semester (auch aufgrund knapper Zeit- und Personalressourcen) nur in Ansätzen geschehen ist. Die Studierenden sollen in die Lage versetzt werden, auch praxisbezogene Fragestellungen kritisch zu diskutieren. Der Einsatz digitaler Tools (Pinnwände, Breakout Sessions etc.) ist hierzu didaktisch zu prüfen. Hierzu soll auch die Integration von Referent*innen aus der Praxis wieder aufgenommen werden. Diese müssen auf ihre digitalen Vorträge vorbereitet werden. Die räumliche Unabhängigkeit der Referent*innen von der Universität ermöglicht eine Ausweitung der Kooperationen mit Unternehmen über den Düsseldorfer Raum hinaus.
Der eCampus Controlling und Accounting in ILIAS wird parallel entsprechend der Veranstaltungskonzepte modifiziert. Ziel ist es, langfristig die jeweiligen Vorteile von und Online- und Präsenzlehre so zu nutzen, dass die Lehre auch nach der Pandemie möglichst studierendenorientiert und flexibel gestaltet werden kann.

Verantwortlichkeit: