Hebräische Sprachwelten: Moderne Lehre für alte Sprachen
Leitung: Dr. Farina Marx
Unser Projekt hat das Ziel, die Lernmaterialien der bestehenden Sprachkurse zu Mischna Hebräisch und mittelalterlichem Hebräisch von Moodle auf die E-Learning-Plattform ILIAS zu übertragen und dabei gleichzeitig eine konzeptionelle Neugestaltung vorzunehmen.
Diese Kurse sind zentrale Bestandteile des Studiengangs Jüdische Studien an der Heinrich-Heine-Universität und richten sich an Bachelorstudierende, die das Hebraicum erfolgreich abgeschlossen haben. Sie wiederholen sich jährlich und sind verpflichtend, da sie wesentliche Sprachkompetenzen für das weitere Studium vermitteln. Die Neugestaltung der Kurse orientiert sich am neuen Studiengangskonzept des Instituts für Jüdische Studien, das eine stärkere Ausrichtung auf historische und neuzeitliche Inhalte vorsieht. In diesem Kontext zielt das Projekt darauf ab, die Sprachvermittlung mit modernen, didaktisch fundierten Methoden und digitalen Tools zu unterstützen, die sowohl in der Präsenzlehre als auch im Selbststudium der Studierenden Anwendung finden. Dabei wird ein Blended-Learning-Ansatz verfolgt, der die Vorteile von Präsenzunterricht und Online-Lernen kombiniert. Dies ermöglicht eine gezielte Vorbereitung und Nachbereitung der wöchentlichen 1,5-stündigen Sitzungen sowie ein flexibles, individualisiertes Lernen.
Ein zentraler Aspekt der Neugestaltung ist die inhaltliche Abstimmung der Kurse zu Mischna und mittelalterlichem Hebräisch. Beide Kurse werden so konzipiert, dass sie thematisch und methodisch aufeinander aufbauen, um die Lernfortschritte der Studierenden systematisch zu fördern. Diese enge Verzahnung wird durch ein gemeinsames Prüfungskonzept am Ende des zweiten Kurses unterstrichen, das die erlernten Kompetenzen aus beiden Sprachstufen zusammenführt. Die Prüfung erfolgt in Form einer schriftlichen Klausur, die sowohl Wissen als auch Anwendung und Analyse der Sprachkenntnisse umfasst.